Fachbereich Geschichte

Gedenkstätte "Hadamar"

Gedänkstätte "Hadamar"

09.03.2017


Besuch der Gedenkstätte „Hadamar“ durch die Klasse 10a


Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die Klasse 10a die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Hadamar und heutige Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Heute besteht die Gedenkstätte aus dem Friedhof, den noch erhaltenen authentischen Kellerräumen und einer Ausstellung über die NS-„Euthanasie“-Verbrechen.


Info zur Geschichte


Nach der „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten 1933 wurde das Gesundheitswesen nach deren rassistischen und rassehygienischen Vorstellungen umfunktionier. Die in Heil-, Pflege- und Erziehungsanstalten lebenden Menschen – körperlich und geistig Behinderte, psychisch Kranke, Hilfsschüler, Fürsorgezöglinge, „Asoziale“, Kriminelle und Alkoholabhängige – galten als ökonomische Belastung, als minderwertig und lebensunwertes Leben“.  In dem Zeitraum von 1934 – 1939 waren 400 000 angeblich „erbkranke“ Menschen nach dem seit 1934 geltenden „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ zwangsweise sterilisiert worden. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 wurden die Patient/innen/en von Heil- und Pflegeanstalten und Pflegeheimen im Rahmen der so genannten „Euthanasie“-Aktion systematisch erfasst und in den als Duschräumen getarnten Gaskammern der Anstalten ermordet. Bis Ende August 1941 waren das allein in Hadamar 10 072 Menschen. Ab 1942 wurden  in vielen Anstalten die Kranken und Behinderten – darunter auch Kinder – zunächst „wissenschaftlich“ beobachtet, untersucht und mit Überdosen von Medikamenten, Gift oder durch Nahrungsentzug von Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern ermordet.


Reaktion der Schülerinnen


Die Tatsache „an einem Ort zu sein, an dem viele Tausende Menschen ermordet wurden“, war für die Schülerinnen sehr beeindruckend und zugleich bedrückend. Trotz umfassender Information im Geschichtsunterricht konnten die Schülerinnen nur schwer erfassen, was an diesem Ort passierte. „Hier ist das alles geschehen?“, war die Frage einer Schülerin. Eine andere Jugendliche resümierte ihre Eindrücke mit den Worten: „Es kommt auf die Verantwortung eines jeden Einzelnen an, damit sich diese Geschichte nicht wiederholt!“ Geschichtslehrer Michael Schreiber wollte den Schülerinnen bewusst machen, dass es besonders heute wichtig und bedeutend sei, unsere freiheitliche Demokratie zu schützen und gegen Angriffe von rechts zu verteidigen.


 

Großauheim im Ersten Weltkrieg

Großauheim im Ersten Weltkrieg
 

16.03.2016

Die Geschichtsdoppelstunde verbrachte die Klasse 9b in dieser Woche (16.03.2016) einmal anders. Da im benachbarten Museum gerade eine eine Sonderausstellung eröffnet wurde, konnten wir unsere eigenen Nachforschungen zu den allgemeinen Ereignissen im Ersten Weltkrieg durch die lokalen Geschehnisse ergänzen und somit auch unser Wissen vertiefen.


 

Arbeiten wie ein „echter“ Historiker

Arbeiten wie ein „echter“ Historiker
 

26.06.2015

Die Klasse 10a wird in der kommenden Woche ihre Abschlussfahrt in Berlin verbringen. Hierfür wurde in den letzten Wochen hart geforscht. Mit Hilfe vieler Quellen und Sekundärliteratur erarbeiteten sich die 32 Schülerinnen ein historisches Grundwissen über unsere Hauptstadt. Im Anschluss arbeiteten sie in Gruppen kreativ zusammen, um ein Darstellungsprodukt zu erstellen (Comic, Film, Poster, Collage...). Die Ergebnisse sind sehr beeindruckend und dienten der intensiven Beschäftigung.

Also dann, auf nach Berlin!

Text: M. Gutzler


 

Auf den Spuren des Sonnenkönigs in Hessen

Auf den Spuren des Sonnenkönigs in Hessen
 

18.05.2015

Die Klasse 8b entdeckte an einem schönen Maitag das Barockschloss Biebrich. Es konnten Parallelen zwischen Schloss Versailles, das Louis XIV. aus einem kleinen Jagdschloss errichten ließ, gefunden werden. Denn auch das Schloss am Rhein wurde aus einem Gartenhäuschen zu einem dreiflügligen Schloss umgebaut. Im Besitz der Herzöge von Nassau wurde es zwischen 1700 und 1750 mehrfach erweitert. Heute dient es der hessischen Landesregierung zu Repräsentationszwecken und beherbergt ein Restaurant.

Außerdem konnten wir den Aufbau des alljährlichen Pfingstreittuniers beobachten, das im weitläufigen Park stattfindet.

Text: M. Gutzler


 

Besuch im „Experimentalarchäologischen Freilichtlabor Lauresham“

05.11.2014

Am 5. November konnten die Schülerinnen der 8b ihr theoretisch erarbeitetes Wissen über die mittelalterliche Lebenswelt durch einen Besuch der Welterbestätte Kloster Lorsch und des dort im September neu eingeweihten Dorfes vertiefen.

Das Leben in einem karolingischen Herrenhof entdeckten die Schülerinnen im Detail, von der Scheune, über das Haus der Leibeigenen, die Wohnung des Klerikers und der Dorfkirche bis hin zum Herrenhaus selbst, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen.

Hauptattraktion an diesem Tag war jedoch das Hausschwein „Pepper“, das aus dem Gehege ausgebüchst war und die eigentliche Lebensweise im Mittelalter demonstriert, denn Schweine bewegten sich frei auf dem Dorfgelände.

 

Text: Frau Gutzler

Lorsch
 

 

Osthofen

06.03.2014

Am Donnerstag den 06.03.2014 fuhren die beiden 10. Klassen gemeinsam mit den Geschichtslehrerinnen Frau Jansen-Windau und Frau Heer-Holfeld zu dem ehemaligen Konzentrationslager in Osthofen.


Um 7:30 Uhr fuhren wir mit dem Bus in den in Rheinland-Pfalz gelegenen kleinen Ort Osthofen. Kurz nach der Ankunft begann die Führung und jede der beiden Klassen machte sich gemeinsam mit einem Leiter auf eine Reise in die nur wenige Jahre zurückliegende Vergangenheit. 
Anfangs war in dem 1872 erbauten Gebäude eine Papierfabrik, doch im März 1933 eröffnete man dort, kurz nach der Ernennung Adolf Hilters zum Reichskanzler, ein KZ.


Dies hauptsächlich für politische Gegner der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), wie zum Beispiel Mitglieder der KPD, der SPD, sowie des Zentrums, aber auch Sinti, Juden und andere damals als „missliebig“ bezeichnete Personen. Ihnen wurde unterstellt ein Defizit zu haben, fehlerhaft zu sein oder das sie etwas falsch gemacht hatten. Zu Hochzeiten waren dort ca. 400 Personen Inhaftiert, allerdings für meist nur 2-3 Wochen. 
„Erziehungs- und Besserungs-Anstalt Osthofen“ diesen Namen hörte man früher sehr häufig, man wollte damit den Leuten zeigen, dass dieses Lager nichts Negatives sei, auch hat man versucht, das Klischee einer Besserungs-Anstalt bei zu behalten und man musste das Sterben von Häftlingen vermeiden, da sonst die Bevölkerung rebelliert hätte.


In Osthofen wurde zwar kein einziger Mensch umgebracht, dass dies aber ein weniger schlimmes oder gar harmloses Konzentrationslager war, kann man auf keinen Fall sagen. Die Häftlinge wurden geschlagen, gefoltert, schliefen auf einem Betonboden, in den kalten Fabrikhallen, der nur leicht mit Stroh bedeckt war und man zeigte Aggressionen gegenüber anderen Religionen.


Doch bereits im Sommer 1934 wurde das KZ wieder geschlossen. Ein Grund war, es lag zu nah am Dorf, dadurch hatten die Häftlinge eine größere Chance zu fliehen. Auch war die Finanzierung sehr teuer, man wollte beispielsweise eher 10 wirklich große und effiziente Konzentrationslager, wie Auschwitz und Dachau, als 100 kleine wie Osthofen. Ein weiterer Grund war, das Ziel, die Häftlinge zu „Erziehen und zu Bessern“, sehr schnell erledigt wurde. Dies führte dazu, dass am Ende nur noch knapp 30 Inhaftierte dort waren, welche dann in das KZ nach Dachau verlegt wurden. Nach der Schließung wurde aus dem Gebäude eine Möbelfabrik.


In den wenigen Stunden, die wir in Osthofen verbrachten, erfuhren wir zahlreiche neue Dinge. Teilweise war es meiner Meinung nach ein sehr bedrückendes Gefühl, dort entlang zu laufen, wo vor Jahren noch grausame Taten verrichtet wurden, die Menschen litten und Tag für Tag in Angst lebten. Dennoch denke ich mit dem Ausflug haben wir viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die wir so nur im Unterricht nicht hätten bekommen können.

 

Text: Alicia Hahn

Osthofen
 

 

Herr Dr. Manfred Greb referiert

19.11.2013

Anlässlich der 75 jährigen Wiederkehr der Reichspogromnacht informierte Herr Dr. Manfred Greb beide 10. Klassen über die schrecklichen Erlebnisse des Großauheimer Bürgers jüdischer Konfession Heinz Hirschmann.

Die Wohnung der Familie Hirschmann, die sich in der Hauptstraße 36 befand, also in unmittelbarer Nähe zur Schule, wurde wie so viele andere am 9.11.1938 zerstört, da die Besitzer Juden waren.

Dr. Greb stützte sich in seinen Ausführungen auf mehrere Gespräche mit Heinz Hirschmann, der später in die USA emigrierte, und auf schriftliche Quellen. Ihm gelang es eindrucksvoll, bei den Schülerinnen Betroffenheit auszulösen.

Text: Frau Jansen-Windau

Fotos: Frau Freudl

Herr Dr. Manfred Greb referiert
Herr Dr. Manfred Greb referiert